In welchem Alter sollte man einem Welpen was beibringen?
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kleinerhund Rang 02
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Alter: 40 Anmeldedatum: 17.04.2006 Beiträge: 11 Wohnort oder Bundesland: Bayern
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Verfasst am: 18.4.2006, 11:38 Titel: In welchem Alter sollte man einem Welpen was beibringen? |
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Hallo!
Ich schon wieder.... Hab mal eine ganz allgemeine Frage: In welchem Alter sollte man einem Welpen was beibringen? Gibt es so etwas wie ein paar Anhaltspunkte? Ich meine jezt auch gar keine besonderen Sachen, nur die grundlegenden Dinge, wie: Sitz, Platz, Fuß, Komm usw...
Also Sitz macht unser kleiner schon, steht aber immer gleich wieder auf um dann besser/schneller an das Leckerli zu kommen, dass ich ihn anbiete. Was ich am schwersten finde, ist einem Hund "bleib" beizubringen... Zumindest habe ich mir da mit meinem Husky sehr schwer getan. Vielleicht hat ja jemand dazu einen super Tip?
Vielen Dank im Voraus für die hilfreichen Antworten!
LG Carolin |
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Bobbyline Rang 08
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Alter: 58 Anmeldedatum: 16.02.2005 Beiträge: 543 Wohnort oder Bundesland: Sachsen / Landkreis Meißen
Hunde der User: Amur Sweet Merlin
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Verfasst am: 18.4.2006, 12:18 Titel: |
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Hallo Carolin,
ich kann Dir nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Mein kleiner Amur (8 Wochen) hatte die ersten 14 Tage "Schonzeit" vor Erziehung. Er sollte lediglich sein neues Zuhause erkunden und uns, sein Rudel, kennen lernen. Das war auch schon sehr viel Neues und genug für seine kleine Hundeseele. In dieser Zeit haben wir auch nur gezielt am Sauber werden gearbeitet. Erst nach dem das zu 90% geklappt hat, da war Amur ca. 12. Wochen alt, wurde ernsthaft an Kommandos gearbeitet.
Ich weiß nicht, ob das in jeden Fall richtig ist, aber die erfahrenen Züchter hier im Forum werden Dir bestimmt auch noch Tips geben können.
Tschüß Bobbyline |
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Ushi Rang 11
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Alter: 69 Anmeldedatum: 09.06.2005 Beiträge: 2212
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Verfasst am: 18.4.2006, 12:43 Titel: |
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Hallo Carolin, so wie Bobbyline haben wir das auch gemacht: lass dein Hundi sich erstmal zurechtfinden im neuen Zuhause.
Was wir zu spät begonnen haben, ist das Herrufen beim Namen, ich glaub das kann gleich in den ersten Tagen beginnen und ist ja auch soooo wichtig! Ob Hundi jetzt Sitz und Platz und Fuß können muss, ist ja überhaupt Geschmackssache, eigentlich MUSS er ja nur herkommen, wenn man ihn ruft, alles andere ist nicht lebenswichtig.
Ich glaub, ihr werdet dann schon merken, wann euer Hundi bereit für was Neues ist, die Kleinen "bieten" sehr schnell an, was sie können, wenn sie was wollen! Hundi wird sich z.B. selbst hinsetzen, wenn er ein Leckerli möchte, und dann kann man ja gleich "Sitz" sagen und viiiiiiiiel loben!
ich wünsch euch recht viel Spaß beim Loben und Lernen!
Ilse |
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kleinerhund Rang 02
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Alter: 40 Anmeldedatum: 17.04.2006 Beiträge: 11 Wohnort oder Bundesland: Bayern
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Verfasst am: 18.4.2006, 13:42 Titel: ja, das stimmt! |
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Über die Sache mit dem Rufen denke ich genauso wie du. Das ist auf jeden Fall das Wichtigste!!!!!!!Klappt bis jetzt im Haus und Garten auch wunderbar, er weicht mir eh kaum 1m von der Seite... Hoffentlich kommt er auch später noch her, wenn ich ihn rufe.
Vielen Dank! |
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else Rang 11
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Alter: 65 Anmeldedatum: 30.05.2005 Beiträge: 1895 Wohnort oder Bundesland: NRW Bonn
Hunde der User: Hermann Hermann 19.01.2005
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Verfasst am: 18.4.2006, 17:37 Titel: |
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wir haben das kommen von anfang an geübt. er hörte schon auf seinen namen, als wir ihn holten, denn als wir ihn aussuchten, haben wir der zuchtmama gesagt, dass er hermann heißen soll. und so wurde er dann auch dort schon "gerufen".
wichtig finde ich auch, ihn zuerst stubenrein zu bekommen. das klappt hervorragend, wenn man die kleinen viel beobachtet. wir hatten schnell raus, ob hermann mußte. und er war auch sehr schnell sauber.
neugierig wie die kleinen nun mal sind, versuchen sie - wie kleine kinder - alles ins maul zu nehmen. wir haben von anfang an darauf geachtet, dass er nix kaputtbeißt. alleine schon der annäherungsversuch an z.b. schuhe gab ein klares "nein" oder "na". und dafür ersatzweise direkt was, was "sein" ist und was er beknabbern durfte (spielzeug, kaustangen o.ä.)
das sind eigentlich so dir wichtigsten dinge für die ersten 2 wochen, der rest kommt dann automatisch imalltag. und natürlich immer viel loben, wenn was ok war!!!
lg
petra |
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Westieforum Administrator
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Alter: 21 Anmeldedatum: 24.01.2004 Beiträge: 1215
Hunde der User: Bonny, Abi, Lesley, Kira, Leo, Motte, Stuart, Kiss, Nicky, Emil, Otto, Willi, Poppy, Tammy, Bibi, Nessie, Baba, Nagi, Balu, Queenie, Scooby jr., Holly, Scooby Doo, Nala, Lance, Nayeli, Barclay, Dopey, Shirley, Joy und Cailey
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Verfasst am: 18.4.2006, 18:15 Titel: |
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Hallo,
ich würde dem Kleinen auch erst eine "Eingewöhnungsphase" gönnn, wie lange die ist, ist individuell verschieden.
(...) Sozialisierungsphase (
Ziel aller Jugendentwicklung des Hundes ist beste soziale Partnerschaft mit dem Artgenossen an der er in die Phase aktiv „arbeitet“ und lernt.
Beobachter sehen nun häufiger Kampfspiele. Spielerisch werden taktische Bewegungsweisen und auch erste Formen (gegen Ende dieser Phase ausgereift) von Ausdrucksverhalten, unter anderem den oft zitierten „Calming Signals (Beschwichtigungsignale) werden sichtbar.
Der Hund lernt nun „zu sprechen“ mit dem Gegenüber aktiv zu kommunizieren, mit Blick, Gestik, Körperhaltung und Lautäusser-ungen.
Sieger- und Verliererspiele mit tauschenden Rollen, fördern Erkenntnisse, die der Hund sowohl in der „hündischen“ Sozialordnung, wie auch im menschlichen Rudel benötigt. Im Eifer des Gefechts kommt es nicht selten zu Abwehrreaktionen und Schmerzlauten der Hunde, wenn zu fest oder in empfindliche Körperteile gebissen wurde. Dieses lehrt die Welpen die sogenannte „Beißhemmung“ zu konditionieren, der Heranwachsende lernt dabei, seine eigenen Kräfte abzuschätzen und unter geeignete Kontrolle zu bringen.
Und auch hier ist der Mensch wieder ein entscheidender Teil des sozialen Gefüges, nun muss dem kleinen „Halbstarken“ deutlich gemacht werden, dass Hände, Zehen und Nasen nicht aus Beton und schmerzunempfindlich sind, sondern dass er auch seinem Familienpartner „Mensch“ geeignete Spielgrenzen zukommen lassen muss. Das erlernte Verhalten führt sein Leben lang dazu, dass er Beißspiele „sanft ausführt“. Das konditionierte Verhalten durch Geschwister, Rudeltiere und Menschen wird mehr und mehr zur festen Regel, welche ernsthafte Beschädigungen, Verletzungen und damit eine Schwächung des Sozialverbandes verhindert.
So entwickeln sich also aus dem kindlichen Spiel soziale Verhaltens-weisen, die in dieser Phase für alle Zeiten festgelegt wird.
Der Hund ist eben ein Lerntier und so erfordert die Förderung seiner Sozialentwicklung und dessen, was dabei gelernt wird, unsere größte Aufmerksamkeit. Intensität und Umfang der sozialen Partnerschaft zwischen Mensch und Hund werden jetzt in der Sozialisierungsphase unwiderruflich geprägt und wirken für alle weitere Zukunft auf fast alle Eigenschaften des Hundes ein.
Rangordnungsphase (13. bis 16. Woche)
Grundsätzlich entwickelt sich die Rangordnung innerhalb der Welpen schon in den ersten Lebenswochen, man könnte davon ausgehen, dass die körperliche Entwicklung während der vegetativen Phase in einem ursächlichen Zusammenhang mit der künftigen Rangordnung steht.
Doch dies zu pauschalisieren wäre falsch, denn Rangordnung hat in den wenigsten Fällen ausschließlich mit körperlicher Stärke zu tun. Sie ist bei einem Lernwesen wie dem Hund auch eine Frage der Intelligenz.
Von einem Welpen oder Junghund kann man selbstverständlich noch nicht erwarten, dass sich ihre seelische Überlegenheit voll entwickelt hat. Lernprozesse und Erfahrungen liegen dem späteren Platz im Rudel als wesentlicher Bestandteil zugrunde.
Wollen auch wir uns in dieser Zeit artgemäß verhalten und unseren Welpen fördern, dann brauchen wir, als Vorbild des Hunderudels, nur den Vater nachzuahmen.
Dieser baut jetzt alle Spiele mit den Welpen „lehrmeisterhaft“ aus. Also können wir auch durch vorwiegend stimmliche Belohnung die von uns gewünschten Verhaltensweisen aus dem Spiel herausarbeiten. Wir sollten es uns dabei zur Regel machen, sogleich mit einem anderen Spiel fortzusetzen, wenn der Hund das von uns Gewünschte richtig gemacht hat, denn würden wir immer und immer wieder diese Übung repetieren, dann würden wir den Hund verunsichern, weil er glaubt es noch nicht richtig ausgeführt zu haben.
Das gilt ganz besonders von den Unterordnungs- und Gehorsamsübungen, die wir jetzt täglich ein wenig schulen können, aber möglichst nicht länger als eine Viertelstunde lang. Kommandos wie „Sitz“ und „Komm“, lassen sich jetzt schon ganz gut beibringen und ins Spiel einbauen, darf aber niemals langweilig für den Junghund werden und schon gar nicht Formen annehmen, vor denen er sich fürchtet.
Ein Welpe wird in diesem Lebensabschnitt keineswegs die rohe Gewalt als Strafe anerkennen, sondern er sieht die Überlegenheit von Menschen und anderen Artgenossen, denen er sich unterordnen soll, auf weit höherer Ebene. Souveränität und Konsequenz ist für den Hund das Maß aller Dinge.
Er will die Autorität anerkennen können, denn nur diese allein gibt ihm die Sicherheit, dass Können und Erfahrung des Rudelführers sein Überleben absichern.
Gegen Ende dieser Phase reift diese Erkenntnis beim Junghund mehr und mehr. Auch das Spiel hat langsam einen anderen Stellenwert für den Heranwachsenden, es wird zu einer gruppenbindenden „Maßnahme“, er spielt nun nicht mehr um sein Können auszubauen, sondern als partnerschaftliche Übung. Die Freude liegt dabei nicht, wie im Welpenalter, an dem Entdecken des eigenen Körpers, seiner Fähigkeiten oder dem Bewegungsdrang, sondern an der Gemein-samkeit, dem Miteinander.
Rudelordnungsphase (5./6. Monat)
Die Reife und Voraussetzungen eine soziale Partnerschaft einzugehen sind nun gemacht. Bei den Wölfen wäre das Jungtier nun schon fast vollwertiger Jagdpartner
Da wir heute die jagdlichen Fähigkeiten unserer Hunde nie im ursprünglichen Format unter Einbezug des gesamten Rudels beurteilen können, bleibt nur anzunehmen, dass in dieser Zeit abermals wichtige, teils angeborene, teils erlernte Verhaltensmuster ausgeprägt werden.
Zwei elementare Gesichtspunkte sollten nun unseren Focus bilden.
- Wir bleiben die Rudelführer/Eltern
- In dieser Phase bleiben wir Zeitlebens stecken, denn der Hund bleibt ja mit uns zusammen, sogar dann, wenn er als Wolf längst ein eigenes Rudel anführen würde.
Die bisher ähnlich ablaufenden Strukturen wildlebender Hunde-artiger/Wölfe und unserer Welpen verändern sich nun einschneidend und müssen den modernen Gegebenheiten angepasst werden.
Die Jagd, die gemeinsame Jagd frei lebender Tiere erfordert Disziplin. Wir bieten nun diszipliniertes Spiel (neben dem völlig gelösten Spiel) um ihn ausbilden zu können. Auch wenn wir das ursprüngliche Zuchtziel Jagd keinem Verwendungszweck zuordnen können und auch der Hund in keinem Fall zum Therapiehund, Diensthund, Wachhund oder ähnlichem ausgebildet werden soll, so ist es dennoch anzuraten, dem Hund etwas beizubringen.
Kleine fröhliche Kunststückchen, Dog Dancing, Agility oder andere „Lernspiele“ fördern und fordern unseren Hund geistig, wie auch körperlich. Der Hund befindet sich noch immer in einem ausgeprägten Lernstadium, und wenn wir das nicht nützen, dann wird die psychische Struktur des Hundes verkümmern. Wir als Rudelführer bieten ihm die Sicherheit, die Anlehnung an unserer Seite die Besonderheiten gemeinsamer Aktionen bis zur Vollkommenheit zu üben und Erfolgserlebnisse zu erhalten.
Mit solchen kleinen Aufgaben und Übungen stärken wir nicht nur unsere Stellung als Rudelführer, denn wir werden Leitbild durch die Veranschaulichung unserer Selbstsicherheit, wir festigen und intensivieren zudem die Bindung an unser vierbeiniges Familienmitglied.
Der Hund ist zu diesem Zeitpunkt in einer „Trotzphase“ und geneigt die eigene Ranghöhe zu verbessern, wenn das Leitbild/die Souveränität des Rudelführers versagt. Diese Beschäftigungsspiele verstärken die eigene Position und verdeutlichen die Grenzen des Junghundes.
Bleibt diese Lernphase ungenutzt, oder wird nicht gefördert, kann es passieren dass sich mehr und mehr „charmante“ Verhaltensweisen des Hundes in das Zusammenleben einschleichen. Befehle werden erst auf den zweiten Ruf gehört, oder gänzlich mit Nichtachtung bestraft, usw.
Hier steht man am Wendepunkt, denn wenn der Rudelführer versagt, muss der Hund diese Stellung einnehmen, denn eine Familie ohne Anführer oder Haushaltungsvorstand darf es in den Augen des Hundes – NIEMALS GEBEN. (...)
Gewünschte Handlungen, die er auch von alleine macht beispielsweise "Sitz" sogleich mit dem entsprechenden Kommandos versehen und LOBEN.
Empfehlenswert ist auch eine Welpenspielgruppe, dort lernt der Welpe nicht nru den weiterführenden Umgang mit Artgenossen, gute Welpenspielstunden bieten auch erste Übungen wie "Komm", "Sitz" usw. an, dies wird spielerisch in die Stunde eingebunden.
Liebe Grüße
Anja |
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