Verhalten bei Aggression


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Franky
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BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 10:16    Titel: Verhalten bei Aggression    

Hallo,

ich habe in letzter Zeit häufiger Probleme gehabt mit großen Hunden beim Spazieren. Irgendwie schaffen sich bei uns gerade alle Riesenkälber an, die frei laufen dürfen, aber ohne jeglichen Grundgehorsam. In den letzten Wochen wurde ich 2 mal gestellt, dass heißt, dass mich das Viech weder rechts noch links vorbeiließ, bis der Besitzer auftauchte. Ein anderes Mal sprang mit ein Schäferhundsmischling von hinten ins Kreuz, ich habe ihn nicht mal kommen sehen, Gino interessierte ihn überhaupt nicht. Mittlerweile bin ich echt total verunsichert, wenn ich so einen 40 Kilohund auf uns zudonnern sehe. Traurig

Kann mir jemand Tipps geben

-> in Bezug auf mein Verhalten. Was soll ich tun, ruhig stehen bleiben, laut schreien, mich ggf. zur Wehr setzen?
-> in Bezug auf Hundeabwehrinstrumente, wie Pfefferspray, Ultraschallgeräte, Stromabwehr.

Ausweichen ist nicht immer eine Lösung. Neulich sah ich in ca. 300 m Entfernung einen Rhodesian Ridgeback und wir sind weitergelaufen. Das Vieh rannte los, Halter schrie, Hund interessierte das überhaupt nicht. Der Stand vor uns, ging Gino an mit tiefem Knurren und gebleckten Zähnen. Ich schrie ihn dann an, dann stellte er mich - ich dachte echt, dass er mich jetzt zerfleischt Böse .

Hilfeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!!

Was ist zu tun? Wie handhabt ihr solche Situationen?

Fragende Grüße


Frank
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Rastyline
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BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 10:25    Titel:    

Oh Gott Frank,
Du lebts ja echt gefährlich, das sind ja Horrorgeschichten. Ein Albtraum jedes Menschen. Habe Gott sei Dank keine Erfahrung damit, denke aber, das ich dann immer Pfefferspray im der Tasche hätte. Man muß sich ja irgendwie schützen.

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BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 10:27    Titel:    

Hallo Frank,

das würde mich auch mal interessieren, da wir gestern ähnlichen Fall hatten. Mein Mann war mit Nelly im Wald, da kam auch so ein Riese auf Nelly zugerannt, der Halter schrie, aber Hundi interessierte es auch nicht. Knurrend und zähnefletschend stand er vor Nelly und hätte sie(so mein Mann) bald aufgefressen. Zum Glück kam der Halter zur rechten Zeit.

Ich wüsste in so einem Fall vor Schreck nicht was ich tun sollte.

_________________
Liebe Grüße
Katrin, Nelly & Flori
Franky
Gast









BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 10:50    Titel:    

Ich habe gerade folgenden Artikel gefunden:

16. Juni 2003 - Am Hundebiss ist oft der Mensch schuld

Zitat:
(Isw) Rund 80 Prozent der ca. 50.000 jährlichen Hundebisse in Deutschland sind durch Menschen verschuldet. Dies bestätigte jetzt eine Umfrage unter Polizisten und Tierschützern. Jedes dritte Opfer sei ein Kind, bemängelte jüngst der Kinderschutzbund. Kinder begehen öfters den Fehler, sich unbekannten Hunden in spielerischer Absicht zu nähern oder sie aus diesen Gründen am Schwanz zu ziehen. Auch Radfahrer und Jogger sind vor allem auf einsamen Waldwegen gefährdet und sollten durch lautes Rufen den jeweiligen Besitzer rechtzeitig aufmerksam machen. Udo Walz, Leiter der Polizei-Hundeführer-Staffel in Karlsruhe, empfiehlt: "Schauen sie Hunden nicht in die Augen und versuchen sie nicht wegzulaufen. das verstärkt nur den Jagdtrieb des Hundes - schneller ist in jedem Fall."


Ich finde 50.000 Hundebisse jhrl. ist doch echt der Oberhammer - oder?

Frank
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BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 10:57    Titel:    

Hallo Frank,

das was du da schilderst wird für die Zukunft ein großes Problem werden, da immer mehr Halter großer Hunde nicht in der Lage sind, sie richtig zu erziehen. Aus welchem Grund auch immer, das lasse ich einfach mal im Raum stehen.

Die RR´s mutieren im Moment zu Modehunden, und die wenigsten Halter wissen überhaupt, was sie sich da angeschafft haben. Wichtig zu wissen, bei dieser Rasse ist, dass wenn sie zubeißen, sie sich sofort im Genick des Gegners festbeißen und bei so kleinen Hunden wie unseren, ist das tödlich.

Wir haben hier auch so ein Exemplar, was schon vier größere Hunde gebissen hat, und ich habe eine wahnsinnige Angst vor diesem Hund. Deswegen habe ich mit meiner Trainerin über Verhaltensmaßnahmen gesprochen. Sie hat mir geraten, wenn ein Angriff von diesem Hund auf Ollie kommen sollte, soll ich ihn ausnahmsweise sofort auf den Arm nehmen, mich immer von dem RR wegdrehen und Pfefferspray benutzen. Das Pfefferspray birgt allerdings eine große Gefahr, es muß sofort richtig plaziert werden und zwar auf Nase und Augen, damit der Hund augenblicklich ausser Gefahr gesetzt wird, ansonsten erreiche ich das Gegenteil, nämlich dass ich ihn noch aggressiver damit mache.

Mit Ultraschallgeräten und Stromabwehrgeräten habe ich keine Erfahrung, habe mir aber schon überlegt, mir so ein Gerät anzuschaffen. Ich weiß allerdings nicht, ob ein angreifender Hund wirklich damit matt gesetzt wird, oder ob er dann erstrecht wütend wird.

Nur eines darfst du nicht machen, schreien. Denn damit feuerst du den Hund noch an.
Christa
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BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 14:30    Titel:    

Hallo Frank
Schau mal hier
Ich habe immer ein Pfefferspray dabei und solche Situationen auch schon erlebt
Verteidigung gegen Hunde
Als erstes sollte angemerkt werden dass das Verhalten des angreifenden Hundes und die Technik wie er arbeitet, abhängig von der physischen Verfassung des Hundes ist.
Es gibt die folgenden drei Hundetype

Schwer
Mittel
Leicht
Es ist ebenso unmöglich eine bestimmte Rasse zu nur einem Typus zuzuordnen, da in einer üblicherweise zwei Variationen sind:

Schwer und kraftvoll

Leicht und wendig

Im Fall eines laufenden Menschen, machen trainierte Hunde das folgende:

Die Hunde des Schweren Typus holen den Mann ein, beißen ihn und ziehen ihn zu Boden. Die Hunde des mittleren Typus ziehen eine Person nicht auf den Boden, sondern werfen ihn von seinen Füßen. Um dies zu tun, springen diese Hunde den Menschen mit allen vier Pfoten entweder zur Brust oder in den unteren Rücken, kurz bevor sie ihn eingeholt haben. Eine weitere Angriffsmethode dieses Hundetyps ist, dass sie die Person mit ihrem Kopf in den Kniekehlen rammen. Leichte Hunde sind gewöhnlich besser im Springen und machen deshalb Gebrauch von ihrer größeren Gewandtheit. Zum Beispiel könnte ein solcher Hund, wenn er die Person eingeholt hätte leicht auf dessen Rücken springen und ihn dort beißen und mit seinem ganzen Gewicht von dessen Schultern hängen.

Es mag eine speziell entwickelte Angewohnheit des Hundes geben, dass er Gegenstände in der Hand der Person bemerkt, genauso wie in die Beine, den Unterleib, das Gesicht oder den Hals zu beißen. Deshalb sollte man die eigenen Waffen im Kampf gegen einen Hund bis zum letzten Moment versteckt halten. Auch kann man die Waffe wegwerfen, um den Hund zu desorientieren.

Eine weitere Möglichkeit der Konfrontation ist ein Kopf voraus Angriff eines Hundes. In diesem Fall arbeiten alle drei Hundetypen gleich, Wenn sie einem Schlag ausgewichen sind, versuchen sie an die Seite der Person zu gelangen und leicht hinter den Rücken, dann versuchen sie den Arm oder ein anderes Körperteil zu beißen, welches sich schnell als harmlos darstellt.

In beiden Fällen, sowohl beim Angriff von hinten, als auch Kopf voraus, wird ein Hund sofort seine Zähne mit voller Kraft einsetzen, um den Gegner in möglichst kurzer Zeit unschädlich zu machen. Selbst beim frontalen Angriff auf einen Mann, wird ein gut trainierter Hund sofort versuchen den Arm des Mannes sonach hinten zu biegen, dass er sich selbst hinter dem Mann positionieren kann, um weniger verwundbar zu sein.

Welche Fähigkeiten solltest du entwickeln und welche Techniken solltest du meistern, um gegen einen angreifenden Hund stand zu halten? Es ist das Wissen um die Natur und Verhaltensweisen des Hundes, der verletzlichen Bereiche des Hundes und Deine eigenen und Deine eigene psychologische Vorbereitung. Versuche keine Angst zu haben. Angst gibt selten Kraft, oft nimmt sie Kraft weg. In der Sicht des Hundes kannst du nicht zulassen, dass Angst „in dich eindringt“.

Es gibt einige generellen Verhaltensweisen, wenn man von einem Hund angegriffen wird:

Versuche nicht vor dem Hund wegzulaufen. Versuche dich zu ihm zu drehen, nimm einen festen Stand an und lasse den Hund nicht an deine Seite oder deinen Rücken kommen.

Beuge deine Knie und bringe dadurch deinen Schwerpunkt tiefer. Bringe deine Knie nicht auseinander, im Gegenteil bringe sie mehr zusammen, um den Unterleib so gut wie möglich zu schützen.

Wenn du versuchst, den Hund mit der Stimme zu kontrollieren, solltest du folgendes bedenken: Das Schreien sollte entweder scharf und dröhnend oder tief und herausziehend, fürchtend und wie ein Tier sein.

Die Lautstärke sollte am Ende erhöht werden und sollte zusammen mit einem Ausdruck von Aggression gegen den Hund ausgeführt werden

Hunde mögen es nicht, wenn sie angeschrieen werden und die Person auf sie zuläuft, etwas gegen sie wirft oder schnell die Position verändert. Deshalb kann all dies zur Verteidigung benutzt werden.

Schnelles wechseln der Körperposition ist die Grundlage einer ganzen Gruppe von Taktiken, welche gegen einen Hund benutzt werden kann wie die folgenden:

auf Hängen und Knien stehen, wie ein bellender Hund

mit dem Gesicht nach unten auf dem Boiden liegen und nicht bewegen

Auf dem Rücken liegen und zeigen, dass man wehrlos ist.

Die Positionen solchen Verhaltenst sind nicht bestimmt für die Anwendung gegen speziell trainiere Hund. Aggressivere Taktiken sollten gegen solche Tiere angewendet werden.

Ergreifen des Genicks und der Mitte des Hinterteils (für mittlere und leichte Hunde) gefolgt vom hochheben des Hundes.

Es besonderer Art den Hund bei den Ohren zu fassen, ist abhängig von der Form. Schmerz wird durch verdrehen der Ohren oder des Brechens des Knorpels erreicht.

Eine weitere Art den Hund zu verwirren ist das hinhalten einer Jacke mit beiden Händen. Wenn der Hund in den unteren Teil der Jacke beist, wird die Jacke über den Kopf des Hundes geworfen und dann kann man den Hund mit zwei Händen halten, dann mit den Knien nach unten gehen und den Hund erwürgen.

Ein Fixierungsgriff wird ausgeführt, welcher eine längere Zeit hält, anstelle von einem kurzen Würgegriff. Solche Griffe ergeben ideale Bedingungen zur Anwendung von vielseitigen (beweglichen) und effektiven Techniken welche zu einem schnellen Sieg führen.

Diese Techniken sind:

den ergriffenen Teil., des Hundes gegen den Boden oder umstehende Objekte Schlagen, knie, Ellbogen, meistens müssen sie wiederholt ausgeführt werden und dabei den ganzen Hund oder teile des Hundes vom Boden abheben.

Starker Druck mit den Ellbogen oder Knien sie werden oft als Schlag ausgeführt mit einem nachfolgenden anhaltenden Druck welcher in den Körper des Tieres gerichtet ist.

Schmerz der Zunge und dem Kiefer zufügen. In diesen Fällen ist es sinnvoll etwas zu nehmen, was die Hände schützt oder Handschuhe zu benutzen. Zum Beispiel ist es möglich den Kiefer des Hundes von unten zu halten und sehr hart mit den Daumen in die Zunge an der Basis zu drücken. Wenn der Hund dir in die Hand beißt, versuche nicht sie herauszuziehen, sondern drücke sie soweit es geht in das Maul des Hundes, um die Atemwege des Hundes zu verstopfen oder ihm zu Zunge herauszureißen.

Würgetaktiken werden in einer liegenden Position, knienden oder selten auch stehend ausgeführt.

Würgen durch das strecken der verschränkten Beine, welche um den Körper des Hundes geschlungen werden. Diese Technik kann von vorne, hinten oder der Seite ausgeführt werden.

Würgen mit dem Unterarm in verschiedenen Variationen. Eine der effektiveren Forme ist ein Verschränken der Unterarme, wobei der Kopf des Hundes zwischen den Armen gedrückt wird; eine weitere Möglichkeit ist, dass ein Art Druck auf den Hals des Hundes ausübt und das Handgelenk des gleichen Armes den anderen Arm ergreift, welcher den Kopf des Hundes drückt.

Das Würgen mit den Handgelenken ist auch möglich in einigen Variationen

das Ergreifen mit beiden Händen von vorne, wobei die Daumen in den Hals und die Schlagader drücken

Eine Hand hält den Hals und zieht das Maul nach oben von der Gaumenseite her und die andere Hand drückt die Handkante gegen den Hals

Beide Hände ergreifen die Innenseiten des Mauls, um seine Backen herauszureißen

Würgende Griffe sollten erst dann gelöst werden, wenn der Hund nicht mehr atmet und sich absolut nicht mehr bewegt, es ist wichtig einige Sekunden nach diesem Zeitpunkt immer noch Kraft auszuüben und nicht loszulassen! Verglichen zu allen anderen Gruppen der Taktiken gegen Hunde sind Schläge am einfachsten und effektivsten. Als Regel sollten sie kombiniert mit anderen Aktionen wie, Griffen, Würger, Schlagen gegen ein Objekt ausgeführt werden. Wenn möglich sollten möglichst viele Körperteile zum Schlagen benutzt werden. Es ist auch wichtig das Prinzip einer Welle zu benutzen. Wenn ein Hund deine Bekleidung von hinten angreift, kannst du all dein Körpergewicht benutzen, zum Gegenangriff. . Wenn sich ein Hund niedrig bewegt, solltest du wissen, wie du mit deinen Knien arbeitest, die Bewegungen nach vorne wechseln und dann den Fuß benutzen.

Benutzen alle möglichen Gegenstände zur Verteidigung von Steinen und Sand. Es kann eine Jacke um den Arm gewickelt sein, eine Tasche, ein Koffer, ein Schirm etc. Strecke es nach vorne aus und halte es gut fest.

Wenn es Deckung oder einen Baum in der nähe gibt, ziehe dich langsam zurück, aber mache keine scharfen Bewegungen und lassen des Hund nicht aus den Augen.

Einige untrainierte Hunde fühlen sich unsicher, wenn sie Ihre Besitzer nicht sehen. Dies kann man berücksichtigen und versuchen den Hund hinter eine Ecke zu locken oder in ein Gebäude, auch kann man spezielle Techniken benutzen, um den Hundeangriff zu kontern. Es kann sein, dass der Hund wegrennt, wenn er seinen Besitzer nicht mehr sieht.

Die Arme sollten während der Verteidigung eggen einen Hund entspannt und bereit zur Handlung sein. Es ist ratsam die Unterarme in Kleidung einzuwickeln, mindestens den linken. Jede Armbewegung sollte kreisförmig sein und vorzugsweise ohne Stop zur wahrscheinlichen Angriffslinie des Hundes. Die Anfangsposition des Armes sollte vertikal sein. Dies ist wegen dem folgenden nötig: Es ist schwieriger für den Hund den Arm zu beißen, wenn dieser vertikal ist und es ist dann auch schwieriger die kreisförmige Bewegung zu unterbrechen.

Ein wichtiger Teil der Techniken im Kampf gegen Hunde ist die Fähigkeit sich in einer liegenden Position wohl zu fühlen. Wenn du am Boden liegst solltest du unter keinen Umständen das Tier an deinen Hals lassen, du solltest dich nicht auf dem Boden aufstützen, da dich dies verwundbar für den Hund macht. Deshalb ist es wichtig zu lernen, wie man schnell aufstehen kann, ohne die Hände zu benutzen, wobei man hierbei die Möglichkeit eines sofortigen Angriffs durch den Hund in Erwägung ziehen muss. Während einer Konfrontation mit einem Hund solltest du immer die verwundbaren Stellen des menschlichen Körpers bedenken. An erster Stelle steht der Hals und dann die Stellen, an denen Arterien, Venen und Sehnen verlaufen. Während einer solchen Konfrontation ist es notwendig dein Gesicht, Hals, Nacken, Handgelenke, Innenseiten der Ellbogen, Unterleib und die Gelenke und Sehnen der Beine einschließlich der Region hinter den Knien und die Fußknöchel zu schützen.

Die verwundbaren Stellen am Körper des Hundes können am besten an einem Hund studiert werden, den du kennst. Man muß sie fühlen, um ihre exakte Position zu erfahren. Vergleichbar zu deinem eigenen Körper kannst du leicht am Körper des Hundes folgende Stellen finden: - den Solar Plexus, die kurze Rippe, die Schädelbasis, die Seite des Kiefers unterhalb der Ohres, und das Rückrad, auch verwundbar sind die Ohren, der vordere Teil des Kopfes, die Spitze und Nasenbrücke und der Punkt der Verbindung von Maul und Vorderkopf. Es ist effektiv diese Stellen zu schlagen, greifen und Druck auszuüben.

Stöße, welche den Hund von seinen Beinen werfen oder aus der Angriffsrichtung (einschließlich während eines Sprungs) sollten im Gebiet des Schulterblattes und der Seite des Halses und Körpers angesetzt werden. Griffe können praktisch an jedem Teil des Hundekörpers ausgeführt werden. , während die Dauer und Position abhängig von dem Ziel deiner Aktion ist. Ein Griff kann durch den anderen ersetzt werden ebenso wie durch einen Schlag oder tritt, wenn die Gefahr eines Bisses aufkommt.

Es sind so genannte fixierende Griffe des angreifenden Hundes, welche eine unterdrückende Rolle in deinem Sieg spielen. Sie sind:

Ein Griff unter dem Kiefer im Backenknochenbereich

Ein Griff am unteren Kiefer, während deine Finger die Zunge des Hundes nach unten drücken

Ein Griff hinter beiden Ohren mit beiden Händen an beiden Seiten

Ein Griff am Hals des Hundes mit beiden Händen.



Text: Vladimir Vasiliev; Übersetzt aus dem Englischen von Michael Hirten

Quelle: Erschienen in Englisch in "Russian Combat" Vol1, No.4

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Franky
Gast









BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 15:36    Titel:    

Hallo Christa,

ich glaube ich traue mir das nicht zu Verlegen .

Viele Grüße

Frank
Franky
Gast









BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 15:57    Titel:    

Ich war gerade spazieren und uns kam eine Meute entgegengerannt mit einem Labrador, einem Dobermann und einem Beagle. Ich habe echt kurz Panik bekommen wegen der Ereignisse der letzten Wochen - ich habe wieder keine Besitzer gesehen!! Aber die wollten nur spielen und die Besitzer kamen auch irgendwann mal. Ich habe mich dann der Laufgemeinschaft angeschlossen und das Thema Freilaufen ausser Sichtweite mal angesprochen. Die reagierten nur mit Kopfschütteln, schließlich seien die Hunde ja friedfertig. Die Hunde waren allesamt wirklich ok aber es gibt doch auch Leute, die haben vor Hunden Angst und was ist, wenn Kinder dort rumrennen? Wer garantiert dann für seinen Hund? Wenn das so weitergeht verhängt die Gemeinde irgendwann mal Leinenzwang, weil die Anzahl der Beschwerden stark zugenommen hat.

Ich gehen nächste Woche mal in einen Shop in der Nähe, der Pfeffersprays etc. verkauft und legen mit mal was zu. Ich denke, dann fühle ich mich wieder sicherer. Ich will auch nicht nur noch da laufen, wo i.d.R. weniger Hunde anzutreffen sind, das ist doch keine Lösung.

Viele Grüße

Frank
Christa
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BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 17:25    Titel:    

Hallo Frank
Als ,Leo sechs Monate alt war wurden wir von einem grossem Hund angefallen und obwohl Leo sich unterworfen hat, hat er ihn an der Kehle gepackt und die Luft abgedrückt. Mein Mann hat versucht ihm den Kiefer aufzudrücken, weil Leo schon keine Luft mehr bekam. Der Besitzer stand hilflos daneben.
Ich habe dann seinen Schwanz genommen und ihn, ihm bis an die Ohren gezogen.Dann blockiert, das Rückrad und die meisten Hunde lassen los.
Auch dieser.
Leo war schon ganz blau angelaufen und stand unter Schock.
Er hatte eine Wunde am Hals, die erst viel später anfing zu bluten.Es ist aber alles zum Glück noch glimflich abgelaufen.
Du traust dich noch vieles, wenn du in so einer Situation bist.
Lg
Christa

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BeitragVerfasst am: 7.2.2005, 18:49    Titel:    

Hallo Frank, wir hatten ja schon das "Vergnügen", dass Dara von einer Schäferhund-Husky-Hündin gebissen wurde, weil die Halterin den Hund nicht halten konnte und Hündinnen gehen ja bei einem Angriff aufs Ganze und kennen keine Gnade. Dara wurde damals am Hals verletzt und ich wir hatten dann alles auszubaden: Narkose (vom TA noch fast überdosiert) mit allen Nachwirkungen usw.
Bei einem 2. Angriff eines Schäferhundes hat mein Mann diesen mit dem Pfefferspray, den wir immer dabei haben, abgewehrt. Aber ich muss ehrlich zugeben, dass mir dieser Pfefferspray eher suspekt ist, weil man 1. schauen muss, aus welcher Richtung der Wind kommt und in dem Moment des erhöhten Adrenalinausstoßes vergisst man das ganz gewiss, 2. weiß ich nicht, ob der Hund nicht in dem Moment, da er diesen schlimmen Schmerz verspürt nicht erst recht zubeißt. Ich tendiere ja eher zu einem Elektroschocker, wobei ich da immer noch nicht klären konnte, wie lange die Batterie hält. Es wäre ja zu blöd, wenn die Batterie ihren Geist aufgegeben hat und man das Ding gerade dann benötigt.

Aber ich empfinde das Ganze auch als zunehmendes Problem. Es sind wohl nur große Hunde "in" und das möglichst im Zweier- oder Dreierpack. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass die Halter dieser Hunde sich auf der sicheren Seite fühlen, weil ihren Hunden ja nichts passieren kann und die kleinen Fußhupen eh nicht für voll nehmen.

Da auch unsere Chica zweimal von Schäferhunden gebissen wurde, habe ich schon eine an eine Psychose grenzende Angst vor großen Hunden, die ihr Herrchen oder Frauchen im Schlepptau hinter sich herziehen.
Ich wäre auch froh, wenn jemand eine Lösung wüßte, wie man diese Hunde (und ihre Halter) abewehren kann.

@Ilse, ich habe gerade wieder gelesen, dass man die Hunde DOCH anschreien soll, weil ihnen das dann Angst macht. Da gibt es wohl unterschiedliche Meinungen?
Bei der Husky-Hündin hat es funktioniert, wobei ich sagen muss, dass man in so einer Situation auch nicht mehr rationell denkt, vor allem wenn der Angriff plötzlich erfolgt. Ich habe ja auch noch wie verrückt auf die Hündin eingeschlagen - wußte es aber hinterher gar nicht mehr, nur der Halter hat sie darüber beschwert Böse Böse


Zuletzt bearbeitet von Marianne am 7.2.2005, 21:34, insgesamt einmal bearbeitet
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